Yoga & Routine

Yogaroutine – wie du Yoga in deinen Alltag integrieren kannst

Wenn ich unterrichte, werde ich immer wieder gefragt, wie ich es schaffe, regelmäßig Yoga zu praktizieren. 
Klar ist, für mich ist das gar kein Thema mehr. Ich praktiziere schon so lange Yoga, dass mir etwas fehlt, wenn ich es einmal nicht mache. Die Vorteile der regelmäßigen Yogapraxis sind so groß, dass ich fast keinen Tag auslassen möchte

“Das Gefühl nach dem Üben ist wunderschön und der Rest des Tages verläuft ganz anders, positiver in jeglicher Hinsicht.”

Dieses Gefühl steigert sich noch einmal, durch Regelmäßigkeit und die damit verbundene Entwicklung von Körper und Geist. 
Je mehr man übt, desto flexibler und stärker wird man, körperlich wie geistig. Und je flexibler und stärker man wird, desto mehr Freude bereitet einem die eigene Praxis, die Bewegung des Körpers und die Erfahrungen im Geist.

Dann wird die eigene Praxis dir Spaß machen und Freude bereiten, sodass du nicht mehr darauf verzichten möchtest.

Mit Yoga ist es ebenso, wie mit vielen anderen Dingen auch, man benötigt Disziplin und eine gewisse Routine, um Fortschritt oder Entwicklung zu erfahren.

Hier einige Tipps, wie dir Zuhause die Yogaroutine gelingen kann:

Gleiche Zeit, gleicher Ort 
Wenn du Routine entwickeln möchtest, ist es gut, dir feste Zeiten zu setzen. Setze dir eine feste Zeit, vielleicht wenn noch alle schlafen, oder nachdem Kids & Partner in der Arbeit oder Schule sind. Es kann aber auch eine Yoga-Einheit nach der Arbeit oder abends vor dem zu Bett gehen.

Matte ausrollen
Egal was ist oder wie müde oder kaputt du dich fühlst, roll` deine Matte aus. Wenn die Matte einmal ausgerollt ist, ist der Schritt zum tatsächlichen Üben nicht mehr ganz so groß.

Dauer vorab festlegen
Vielleicht hast du dir vorgenommen, jeden Morgen eine halbe Stunde zu üben, das ist natürlich prima. Es kann jedoch auch sein, dass du nicht immer eine halbe Stunde Zeit hast. Und manchmal hast du vielleicht auch viel mehr Zeit. Wenn die Dauer vorab klar ist, ist es einfacher, sich daran zu halten und der Geist schweift nicht so leicht ab.

Sei offen und flexibel
Das greift eigentlich schon in meinen nächsten Punkt über. Routinen sind prima. Es ist schön, wenn man sich einen festen Ort und auch eine feste Uhrzeit oder Übungsdauer gesetzt hat. Es wird jedoch auch Tage geben, an denen dies nicht realisierbar ist. Dann bitte nicht verzagen. Jetzt ist Flexibilität gefordert. Eventuell klappt Yoga eben erst abends statt schon morgens oder nur 15 Minuten statt einer Stunde. Und wenn es einmal gar nicht klappt, der nächste Tag wartet schon.

Festes Programm
Es ist immer gut, ein festes Übungsprogramm zu haben. Manchmal wirst du ganz inspiriert sein und die Übungen werden sich zu einem schönen Fluss aneinanderreihen. Doch es wird bestimmt auch Tage geben, an denen du nicht ganz so motiviert bist. Das sind auch oft die Tage, an denen du vielleicht nicht praktizieren würdest. Hier ist es prima, wenn du ein festes Programm  hast. Du musst nicht nachdenken und kommst einfacher in den Flow.

Abwechslung
Ein festes Programm ist prima für Tage an denen du weniger motiviert bist, aber auch, wenn du einfach mal nicht nachdenken und dich nur der Praxis hingeben möchtest. Wenn du Abwechslung brauchst, setze verschiedene Themen, um deine Praxis spannend zu halten. Das können Rückbeugen, Hüftöffnungen oder Balance-Übungen als Schwerpunkt sein. Oder du übst einmal mit Musik, das kann auch unglaublich motivieren.

Mach es dir schön
Das Üben macht gleich viel mehr Freude, wenn man meinen Raum dafür schön gestaltet hat. Der Blick kann in Richtung Fenster gehen und Kerzen brennen. Sehr motivierend ist auch, wenn man schöne Yogakleidung anzieht. So banal das klingt, eine schön gestaltete Umgebung hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Und wenn wir uns beim Yoga wohlfühlen, dann üben wir auch intensiver und vielleicht sogar öfter.

Tagebuch führen
Ein spirituelles Tagebuch ist auch eine feine Sache. Notiere dir, wann du übst und auch was du geübt hast. Das ist z. B. hilfreich, wenn du deiner Praxis Schwerpunkte setzt. So kannst du einen besseren Überblick behalten. Auch Erfahrungen kannst du festhalten. Manchmal hilft das Dokumentieren auch einfach, um am Ball zu bleiben.

Diese Punkte haben mir sehr geholfen, eine Regelmäßigkeit beim Üben zu entwickeln. Und helfen mir heute noch um am Ball zu bleiben. Sich eine feste Zeit und einen festen Ort zu wählen ist die Grundlage. Fange am Besten damit an und schaue dann, was du noch integrieren möchtest. Und vielleicht entwickelst du auch ein ganz eigenes Konzept für eine regelmäßige Praxis.

Dann mal los auf die Matte,
Eure Verena

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